Bauherrn trifft 50% Mitverschulden, weil Dachkonstruktion ohne Detailpläne errichtet wurde.  0

Für Baumängel einer Konstruktion, die der Architekt gar nicht geplant hat, ist dieser nicht verantwortlich.

 

Der Bauherr hat dem bauaufsichtführenden Architekten und dem ausführenden Unternehmer ordnungsgemäße Pläne als Grundlage für deren Leistung zur Verfügung zu stellen.

 

Ist dem Bauherrn bekannt, dass die in der Genehmigungsplanung vorgesehene Dachkonstruktion nicht ausführbar ist, und nimmt er eine abweichende, ohne Detailplanung errichtete Konstruktion hin, trifft ihn an der Entstehung des Mangels ein Mitverschulden von 50%.

Unter den Baubeteiligten hat der bauaufsichtführende Architekt eine herausragende Stellung. Daher hat dieser für eine mangelfreie Realisierung des Bauvorhabens zu sorgen. Nur in seltenen Ausnahmefällen entfällt seine Haftung (IBRRS 2018, 3487; BGB §§ 254280 Abs. 1, §§ 633634; OLG München, Urteil vom 24.10.2018 – 20 U 966/18 Bauvorhergehend: LG Landshut, 22.02.2018 – 74 O 1192/13).

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